Kolks blonde Bräute
„Licht aus! Spot an! Hier kommen sie: ‚Kolks blonde Bräute‘. Das Standardwerk über blonde Bräute, Kneipengespräche, Katzenjammer, Equalizer, Liebeskummer, überquellende Aschenbecher, asthmatisch brummende Fürze und fast alles, was man darüber hinaus zum Leben wissen muß. Formvollendet schlingern, schlabbern und schleifen die Erzählungstränge um den G-Punkt dieses wunderwunderwundervollen, überhaupt nicht aufgeregt genug zu preisenden Romans. So hätte Arno Schmidt geschrieben, wenn er nicht bescheuert gewesen wäre.“ Gerhard Henschel, tip Berlin
„Was authentisches Kneipenkolorit anbelangt, hat der Autor seinem süffelnden Erzähler eine Kraft des Erinnerns mitgegeben. Erzählerisch paart sich der Wille zum Rausch mit einer Assoziationsgabe, die pointensicher von Szene zu Szene torkelt, unterbrochen nur von Dialogen, die in ihrer idiomatischen Feinheit dem Leben selbst abgelauscht scheinen. Mitfühlender und kenntnisreicher ist der Sound des Tresens in all seinen Schattierungen seit Henscheids frühen Jahren nicht mehr registriert worden.“ Thomas Groß, taz Berlin
„Frank Schulz weiß natürlich von dem langen Schatten, den Henscheid auf jeden neuen Versuch wirft, alkoholvernebeltes Sprechen zur Sprache zu bringen; dennoch steht sein Roman auf eigenen, sehr eigenwilligen Füßen.“ Klaus Modick, Die Zeit
Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien
„Mit beeindruckender Präzision springt der Hamburger Autor zwischen Kneipenslang, dörflichem Niederdeutsch, hochgestochener Gelehrtensprache und anderen sonderlichen Idiomen umher. Schulz löst eine fantastisch wildwüchsige Vokabelflut aus, welche die seelische Verwirrung seines Antihelden nicht treffender darstellen könnte. ‚Morbus fonticuli‘ ist ein grandioses und furioses Werk. Seine ausserordentliche sprachliche Fertigkeit und sein kritischer Witz präsentieren Frank Schulz als literarische Grösse.“ Regula Freuler, SonntagsZeitung
„Ein Buchstabengebirge... dessen Autor Laurence Sterne und Arno Schmidt beerbt und auf originäre Weise fortschreibt. Dieses Buch ist ein Ereignis, denn seit den Frühwerken von Henscheid und Schmidt hat man die Sprache in der deutschen Literatur nicht mehr in dieser barocken beziehungsweise expressionistischen Prachtentfaltung gelesen, die bei aller Avanciertheit sachgemäss bleibt und ihre ganze Fülle gleichsam in den Dienst eines forcierten Realismus stellt... Hier offenbart Frank Schulz noch einmal seine ganze Warmherzigkeit und Mitleidsfähigkeit gegenüber den vom Schicksal oder vom ‚Deubel‘ gebeutelten Figuren, die er mit all ihren Marotten darstellt, aber so liebevoll und vor allem barmherzig, wie man es sich von einem Chronisten nur wünschen kann.“ Frank Schäfer, Neue Zürcher Zeitung
„Von Metropolengeglitzer bis zu ländlich blökender Idylle, von Strips bis Grips, von klarsichtigen poetischen Epiphanien bis hin zur Phänomenologie des krallenwetzenden Katers im fadenscheinigen Hirninterieur kann Schulz einfach alles. Sein Text ist die gelungene Symbiose aus Geistes- und Körperwissenschaften. Ein Meisterwerk der literarischen Hochkomik. Schulz hat schlicht das beste Buch des Jahres geschrieben.“ Stephan Maus, Süddeutsche Zeitung
„Eine furiose Mischung aus Schelmen-, Heimat-, Sitten- und Sozialroman, ein humoristisch-realistisches Monumentalwerk.“ Michael Kohtes, Die Zeit
„Vortrefflich.“ Volker Hage, Der Spiegel
Das Ouzo-Orakel
„Literatur funktioniert bei Schulz vor allem als Erinnerungsleistung, und wie er hier eintaucht in die Glaskugel abgelebter Kindheit, das gehört zu den vielen Glanzstücken dieses mit nicht mehr zu übertreffender Souveränität komponierten Buches.“ Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Was hier Abend für Abend zusammenschwadroniert wird, im Phantasiedeutsch der Griechen, in esoterischem Berlinerisch oder gelalltem Plattdeutsch, das gibt dem Roman die stattliche Länge von über 500 Seiten, ohne daß es je zuviel würde. – Bei allem Witz ist das ‚Ouzo-Orakel‘ der melancholischste Teil der Suchtromantrilogie.“ Doja Hacker, Der Spiegel
„Das Ouzo-Orakel ist ein Fest der Sprache, deren Ausschweifungskünste der Autor hingebungsvoll einhegt... Man kann das Satz für Satz wegsüffeln wie einen guten Wein. Man kann auch genießen wie überlegt und sorgfältig es gebaut ist... Lesen, bitte, und staunen. Unter der Oberfläche der Sprach-Landschaft bietet Schulz Verweise, Anspielungen, Tiefenbohrungen für Genießer. Es ist eine dionysische Wörter-Feier, angerichtet von einem skeptisch-umsichtigen Apoll der Sprache.“ Ulrich Kühn, NDR Kultur
„Der schräge Schreiber Frank Schulz berichtet in seinem neuen Roman Das Ouzo-Orakel vom Leid der Männer: wie Sehnsucht und die Diktatur der Hormone aus einem aufrechten Mann einen Jammerlappen machen. Gnadenlos ironisch.“ Playboy
„... ein vorzüglicher bis herausragender ... Groß- und Spitzenroman, in dem sich nicht nur die Geschichte des Trinkers und Aussteigers Bodo Morten, sondern auch der immer an der Grenze zur Überladung dahinrollende Schulzsche Stil vollendet und erfüllt ... ein Meisterwerk...“ Titanic
„Frank Schulz hat seine ‚Hagener Trilogie‘ mit Das Ouzo-Orakel abgeschlossen, mit einem Roman, der ob der Genauigkeit der Metaphorik, der ingeniös-raffinierten Montage, der empathisch-akribischen Figurenzeichnung, der atemberaubenden syntaktischen Dynamik, der ob seiner, o Sprache, hilf!, lichten Brillanz wenigstens in den vergangenen 20 Jahren seinesgleichen sucht.“ Jürgen Roth, Frankfurter Rundschau
„Urkomisch, melancholisch und tiefgründig – ein wahres Vergnügen.“ Cosmopolitan.de
„Nimm und lies! Hier warten Sprachkunst, Herzensbildung, Witz!“ Jasper Nicolaisen, Intro
„Die amourösen Verfall-Geschichten, die Frank Schulz bisher in seinen Romanen Kolks blonde Bräute und dem stilistischen Monolith Morbus Fonticuli in wunderbar hellhörige Wortzüchtungen geharkt hat, gehören zu den komischsten und sprachgewaltigsten Werken der neueren deutschen Literatur. Mit dem letzten Band seiner Hagener Trilogie, stoisch-kalauernd Das Ouzo-Orakel tituliert, ist Schulz nochmals ein süchtig machendes Meisterwerk aus der Feder geflossen ... Das ist auch ohne Ouzo eine Offenbarung.“ Mainzer Allgemeine Zeitung
„Schulz zählt zu den genauesten, unterhaltsamsten, wortgewaltigsten Autoren des Landes.“ Stern
Mehr Liebe. Heikle Geschichten
„Schulz kann einfach wahnsinnig gut erzählen. Da ist kein Wort zu viel, kein Ton ist falsch, es ist fast immer sehr, sehr lustig, was er erzählt, selbst wenn es sehr traurig ist. ... Es ist einer der Glücksmomente in den Büchern der deutschen Literatur dieses Frühjahrs.“ Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
„Frank Schulz kann wie kein Zweiter den Tonfall seiner Figuren variieren, vermag vom akademischen Gerede nahtlos in die Umgangssprache zu wechseln. ... Spannungsreich und traurig-schön sind sie, diese Erzählungen von vergehender Liebe, nagender Eifersucht, vergeblicher Anhimmelei und ausdauernder Schwärmerei.“ Der Spiegel
„Schulz brilliert mit alten Qualitäten: der Einfühlung in Charaktere, der trennscharfen Beobachtung, stets eingebettet in raffinierte Dynamik.“ Hamburger Abendblatt
„Schulz, der Hamburger Ausnahmeautor, legt nun ein Buch mit Kurzgeschichten vor, das seiner Fangemeinde deutlichen Zuwachs bringen wird. ... Schulz' Kurzgeschichten, Schnurren und Novellen sind – und das ist das Beste, was man über Literatur sagen kann – von einer genialen Süße: leicht, locker, reif und humorvoll.“ NDR Kultur/Neue Bücher
„Schulz hat das perfekte Gehör für die gesprochene Sprache seiner Protagonisten, vor allem das Hamburger Missingsch, und grenzenloses Mitleid für ihre kleinen und großen Liebeskatastrophen.“ tip Berlin
„Wunderschöne, leicht traurige bis sehr witzige Miniaturen hat Frank Schulz in Mehr Liebe versammelt.“ Buchjournal
„Schulz ... besitzt einen unvergleichlichen, ja einen existenziellen Humor, abseitig und auch gespeist vom Wahnsinn eigen Er- und Überlebens. ... Das sind nicht nur schreibtechnisch anspruchsvolle Fingerübungen, sondern sinfonische, also im Wortsinn zusammen klingende Etüden eines Meisters seines Fachs.“ Gießener Allgemeine Zeitung
„Frank Schulz besitzt diese oft unterschätze, dabei ganz wesentliche und gar nicht hoch genug wertzuschätzende Qualität des wahren Dichters: Er ist schlicht unfähig, den Leser zu langweilen. ... Ihre sprachliche Suggestionskraft und ihre Wahrhaftigkeit machen die Geschichten ohnedies zu Kunstwerken, die für sich allein stehen.“ taz
„Grandios hat Schulz sein bei Marie von Ebner-Eschenbach geborgtes, abgründig kluges Motto ‚Die meisten Menschen brauchen mehr Liebe, als sie verdienen‘ eingelöst; er gönnt sie ihnen und sieht ihnen die Schwäche nach. Und wenn man liest, wie und warum er das tut, dann hat man doch wahrhaftig Tränen in den Augen: vor Lachen, vor Weinen und am Ende bloß noch vor Dankbarkeit.“ Edo Reents, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Im Netz
Das Literatur-Café: Buchmesse-Podcast 2006 – Interview mit Frank Schulz
Titel-Magazin: Blonde Bräute mit Schaumkrone – Rezension zum Kolks blonde Bräute Hörbuch
Dieter Wunderlich: Buch- und Filmtipps – Rezensionen zur Hagener Trilogie
Perlentaucher.de – gesammelte Rezensionen zu Morbus fonticuli oder Die Sehnsucht des Laien
Literaturzeitschrift.de – Rezension zu Das Ouzo-Orakel
Buchtips.net – Rezension zu Das Ouzo-Orakel
Welt Online: Freiheit, Gleichheit, Bierseligkeit – Artikel über Kolks blonde Bräute