Frank Schulz

Das neue Buch:

Onno Viets und der Irre vom Kiez

Roman

„... Onnos Laufbahn war so voller Stolpersteine, Schlaglöcher und Erdrutsche nicht wegen Faulheit. Nicht, daß er nicht faul wäre. Onno war faul. Verglichen mit Onno war Aas emsig. Doch war das nicht die Ursache für seine illustre Erwerbsbiographie. Er kämpfte ja stets gegen seine Trägheit an. Ausdauernd war er. Ausdauer hatte er wie eine Frau.
Nein, begraben lag der Hund in dem sauren Grund, daß er einfach nichts so richtig konnte, unser Onno. Aber auch so gut wie gar nichts. Nun ja, ein paar Primzahlen, Kartoffeln schälen u.ä. Darüber hinaus verfügte er über drei unstrittige Eigenschaften, ja Fähigkeiten, die sog. ‚Superkräfte‘: eminente Reflexe, Sitzfleisch und eine Art Charisma. Um seinen Lebensunterhalt verläßlich zu bestreiten, reichte jedoch nichts davon hin noch her. In einer Gesellschaft, die nach Leistung bezahlte, war er eigentlich ein Fall für die Organbank.
Kaum daß wir unseren Stammtisch mit Beschlag belegt hatten, präsentierte Onno uns sein Husarenstück. ‚So, Sportsfreunde. Achtung, Achtung. Ich glaub', ich werd' Privatdetektiv. Öff, öff.‘
Hatte sich was mit öff, öff. War bitterer Ernst ...“

Erscheint am 16. Februar 2012 im Verlag Galiani Berlin.